Bornheim kann Gigabit-Stadt werden

Voraussetzung: 1.500 Aufträge für Glasfaser-Anschlüsse

Die Telekom beschleunigt den Glasfaserausbau in Deutschland. Bornheim hat die Chance, jetzt dabei zu sein. Die Voraussetzung: Im Zeitraum vom 1. August bis zum 2. November 2018 müssen insgesamt 1.500 Anschlüsse beauftragt werden. Der Ausbau soll dann abhängig von den Witterungsbedingungen im Januar 2019 starten.

Bürgermeister Wolfgang Henseler, Projektleiter Stefan Bonato (r.) und Regio-Manager Frank Pischke stellen die Ausbaupläne vor. FOTO: STADT BORNHEIM

Die Stadt Bornheim arbeitet kontinuierlich daran, den Bürgerinnen und Bürgern und den Unternehmen die schnellstmögliche Internetverbindung anzubieten. Ein leistungsfähiges Breitbandnetz ist längst zu einem wichtigen Faktor für die kommunale Infrastruktur geworden. Ein wichtiger Schritt war daher die Anbindung der Kabelverzweiger mit Glasfaser, die der StadtBetrieb Bornheim in einem Kooperationsmodell durchgeführt hat.

Die „letzte Meile“, also der letzte Abschnitt der Telekommunikationsleitung besteht zurzeit allerdings noch aus Kupfer. Obwohl der Ausbau erst vor zwei Jahren abgeschlossen wurde, fragen Firmen daher bereits nach einer noch besseren Internetanbindung.  Gründe sind die steigende Zahl an IT-Arbeitsplätzen, die stetig wachsende Bedeutung der digitalen Kommunikation und die insgesamt zunehmende Vernetzung. Zudem weiten Viele Unternehmen die Zahl von Telearbeitsplätzen und Heimbüros aus, sodass auch zuhause immer häufiger eine noch bessere Internetverbindung benötigt wird. Darüber hinaus ermöglicht eine leistungsfähige Breitbandverbindung auch den Zugang zu modernen Unterhaltungsmedien.

Die Deutsche Telekom beabsichtigt nun im Rahmen eines Referenzprojekts das gesamte Netz in Glasfaser auszubauen. Die Glasfaserleitungen werden also direkt bis ins Haus geführt und ermöglichen so Download-Geschwindigkeiten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde. Haushalte und Unternehmen wären so mit einer zukunftsfähigen und hochmodernen Internetverbindung ausgestattet.

„Dieser ergänzende Glasfaserausbau ist ein ganz wichtiger Schritt, um den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Unternehmen in unserer Stadt eine zukunftsfähige und hochmoderne Internetverbindung zu ermöglichen“, beurteilt Bürgermeister Wolfgang Henseler das Projekt, das die Stadt daher gerne unterstütze.

Aufgrund der Größe des Ausbaugebiets werden sowohl die Vorvermarktung wie auch der Ausbau in zwei Tranchen durchgeführt: Die erste Tranche beinhaltet die Ortschaften Bornheim, Brenig, Dersdorf, Hersel, Roisdorf, Uedorf sowie die Gewerbegebiete in Bornheim Süd und Hersel. In der zweiten Tranche geht es um die Ortschaften Hemmerich, Kardorf, Merten, Rösberg, Sechtem, Walberberg, Waldorf, Widdig sowie die Gewerbegebiete in Kardorf, Sechtem und Waldorf.

„Wenn wir unser Vermarktungsziel erreichen, werden wir unverzüglich mit den Planungen beginnen“, sagt Frank Pischke, Regiomanager von der Telekom und verweist auf die Chancen, die durch den Ausbau entstehen: „Der Glasfaser-Anschluss bietet alle Möglichkeiten für digitale Anwendungen: Video-Streaming, Gaming oder Arbeiten von zu Hause. Er eignet sich auch für Technologien wie Virtual Reality, Telemedizin und Smart Home.“

Die Vorvermarktung findet zunächst ausschließlich für die erste Tranche statt. Alle Haushalte werden in den kommenden Tagen von der Telekom angeschrieben. Vom 1. August bis zum 2. November 2018 kann man sich dann beraten lassen. Darüber hinaus macht in diesem Zeitraum ein Beratungs-Bus an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet Station. Das Projekt wird nur fortgeführt, wenn mindestens 1.500 Anschlüsse beauftragt werden. Wird das Vermarktungsziel erreicht, soll der Ausbau abhängig von den Witterungsbedingungen im Januar 2019 starten und dann auch die Vorvermarktung für die zweite Tranche beginnen.

"In Bornheim käme beim Gigabit-Ausbau dann modernste Technik zum Einsatz", sagt Projektleiter Stefan Bonato. So nutze die Telekom bei der Verlegung der Glasfaser-Kabel etwa Trenching. Bei dem Verfahren werden mittels Frästechnik schmale Gräben und Schlitze in Böden und Asphalt eingebracht. Diese Methode beansprucht nur wenig Platz und ist deutlich schneller. Auch entfällt durch Trenching Tiefbau an vielen Stellen.

Wer sich bis zum 2. November für ein Glasfaser-Produkt von der Telekom entscheidet, erhält den Hausanschluss und die Hausverkabelung kostenfrei. Nach zwei Jahren besteht bei fristgerechter Kündigung die Möglichkeit, den Anbieter zu wechseln. Mehr Informationen zur Verfügbarkeit und den Tarifen der Telekom www.telekom.de/jetzt-glasfaser.